Strafverfahren | Dresden

Strafverfahren Ablauf

Das erstinstanzliche Strafverfahren gliedert sich in die Stadien Ermittlungsverfahren, Zwischenverfahren und Hauptverfahren. Daran anschließen können sich Vollstreckung und Vollzug sowie das Rechtsmittelverfahren und die Wiederaufnahme rechtskräftig abgeschlossener Strafverfahren.

Wer heute ins Visier strafrechtlicher Ermittlungen gerät, entscheidet dabei längst nicht mehr ein wie auch immer gearteter Hang zu Verbotenem oder ein risikofreudiges Verhalten des Einzelnen. Am Anfang steht ein strafrechtlicher Anfangsverdacht. Dies bedeutet, dass bei Ihnen die Möglichkeit besteht, dass Sie sich strafbar gemacht haben; nicht mehr aber auch nicht weniger. 

Als Beschuldigter in einem Strafverfahren haben Sie Rechte. Zu den wichtigsten gehört, dass Sie sich nicht zu keinerlei Mitwirkung verpflichtet sind, also weder Be- noch Entlastendes vortragen müssen und daraus keine Schlussfolgerungen gezogen werden dürfen (Merkblatt über die Rechte des Beschuldigten). 

Einerseits gilt dabei im gesamten Strafverfahren die Unschuldsvermutung. Andererseits genügt bereits ein Anfangsverdacht für ganz empfindliche Untersuchungshandlungen einschließlich der Durchsuchung von Wohn- und Geschäftsräumen und der Beschlagnahme von Unterlagen und Gegenständen (Checkliste Durchsuchung), die Sie zunächst einmal erdulden müssen. Für die Verhängung von Untersuchungshaft wird ein dringender Tatverdacht gefordert. Dieser meint eine hohe Wahrscheinlichkeit der Täterschaft oder Teilnahme und darüber hinaus muss ein Haftgrund vorliegen, in der Regel Flucht- oder Verdunkelungsgefahr.

Wichtig ist, dass Sie in der Situation, in der Sie mit den Strafverfolgungsbehörden konfrontiert sind, keine Gegenwehr leisten und sich so früh wie möglich professionelle Unterstützung suchen. Der Kontakt zum Anwalt muss Ihnen gestattet werden. Halten Sie sich vor Augen, dass auch Steuerberaterkanzleien und Arztpraxen regelmäßig durchsucht werden und auch die Vorsichtigen mitunter strafrechtlich belangt werden, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt. 

Wer als Anwalt regelmäßig im Strafrecht, insbesondere im Wirtschaftsstrafrecht, verteidigt, weiß, dass das Strafrecht als Lenkungsinstrument längst seinen Platz in der Gesellschaft eingenommen hat. Strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen ganz “einfache”, anständige und unbescholtene Bürger sind dadurch nicht mehr die Ausnahme, sondern mehr und mehr die Regel in einer spezialisierten Strafrechtskanzlei. Diverse Verschleierungsmethoden im Bereich des IT-Strafrechts führen mitunter zu zahlreichen Durchsuchungen bei völlig Unschuldigen.

Aber auch diejenigen, denen tatsächliches straf- oder bußgeldrelevantes Fehlverhalten vorgeworfen wird, werden durch ein immer engmaschigeres Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht stetig mehr. Wer heute in irgendeinem Bereich Verantwortung übernimmt, sei es als Geschäftsführer, (Zahn-)Arzt, Steuerberater oder Gewerbetreibender, erhält früher oder später mit ziemlicher Sicherheit auch einmal einen Anhörungsbogen als Beschuldigter in einem Strafverfahren, auch wenn nicht die Polizei morgens um fünf vor der Tür steht.

Dass die Vertreter der Staatsmacht dabei ihre eigenen Regeln und Sanktionsmechanismen nicht mehr verstehen und in Anklagen regelmäßig Begriffe durcheinandergeworfen werden und fachgerichtliche Rechtsprechung ignoriert wird, hält den Richter meist nicht davon ab, auch aussichtslose Verfahren zumindest erst einmal zu eröffnen. Der Begriff “Punishment by Procedure” ist auch im deutschen Strafverfahren längst angekommen.

Umso wichtiger ist es, hier hartnäckig und standfest zu bleiben und dabei einen Verteidiger an seiner Seite zu wissen, der ebenso unnachgiebig und hartnäckig für die Position der Mandantschaft kämpft, ohne dabei den Boden für eine sachliche Diskussion zu verlassen. Jedes Verfahren ist ein neuer Einzelfall. 

In der Vergangenheit konnten durch die Kanzlei ebenso gut einvernehmliche Lösungen bereits in der ersten Instanz erzielt werden, wie Entscheidungen über mehrere Instanzen erkämpft werden mussten. Vonseiten des Staates sind dabei jedoch meist kaum Konzessionen zu erwarten. “Milde Strafe” gegen frühes Geständnis (Arbeitserleichterung) – doch was, wenn es nichts zu gestehen gibt? 

Selbst in einem solchen Fall werden weder Kosten noch Mühen gescheut, um eine noch so abwegige Ermittlungshypothese zumindest in eine erstinstanzliche Verurteilung zu überführen.

Als Verteidiger muss man es sich hier leisten können, anzuecken. 

Dies erfordert vertiefte und vor allem bessere Kenntnisse im Straf- und Strafprozessrecht als auf der Richterbank und zugleich taktisches Geschick, um den Gegner an der entscheidenden Stelle auflaufen zu lassen. Am Ende steht der Freispruch oder eine milde Sanktion in der Hoffnung, dass auf Rechtsmittel verzichtet und das Urteil nicht mehr überprüft wird.

Rechtsanwalt Michael van Eckert verteidigt seit Jahren erfolgreich im Strafrecht und entwirft mit Ihnen die für Sie erfolgversprechendste Verteidigungsstrategie und evaluiert und entwickelt diese während des gesamten Strafverfahrens fort.

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