Anwalt Strafrecht Dresden | Strafverteidiger Dresden

Tel: +49 (0) 351 – 309 345 70
Fax: +49 (0) 351 – 309 345 71
E-Mail: info@ve-strafrecht.de
Signal: +49 (0) 151 70115882
Kontaktformular

Hauptzollamt, Staatsanwaltschaft oder Polizei – der erste Kontakt mit der Strafverfolgung verläuft meist unspektakulär, schriftlich und „hochachtungsvoll“. 

Wenn Sie in der Situation schweigen, haben Sie bis hierhin bereits alles richtig gemacht. Alles Weitere erklärt Ihnen Ihr Anwalt.

So erreichen Sie uns (schnelle Terminvergabe):

Tel.: 0351 – 309 345 70 Eilfälle/Signal: 0151 – 7011 5882 E-Mail: info@ve-strafrecht.de

Rechtsanwalt und Strafverteidiger Michael van Eckert liefert seit Jahren hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Strafrechts und des Steuerrechts.

Wichtig ist:

Lassen Sie sich auf keinen Fall zu Äußerungen hinreißen.

Bestehen Sie auf den Kontakt zu einem Rechtsanwalt.

Das Recht zu schweigen und einen Anwalt zu kontaktieren, darf Ihnen nicht negativ ausgelegt werden, sondern gehört zu Ihren elementaren Grundrechten.

Setzen Sie sich daher umgehend mit uns in Verbindung, sobald Sie davon Kenntnis erlangen, dass gegen Sie ermittelt wird, egal weswegen.

Zugrunde liegen oft Umstände, die noch vor wenigen Jahren kaum als strafwürdig erachtet, geschweige denn verfolgt worden wären. Immer häufiger steht der Vorwurf in keinem Verhältnis zu seinen Auswirkungen.

Vor allem aber bei schweren Straftaten, wenn Sie sich schuldig gemacht haben, braucht es jemanden, der Ihre Chancen sauber einschätzt, Ihnen beisteht und für Sie kämpfen kann und das auch will. Ob Sie die Tat letztlich begangen haben, hat Ihren Verteidiger dabei grundsätzlich nicht zu interessieren.

Außerhalb der Bürozeiten erreichen Sie Rechtsanwalt van Eckert zuverlässig rund um die Uhr unter seiner Mobilnummer (0151 – 70 11 58 82).

Wer als Strafverteidiger Dresden und Sachsen einige Jahre kennengelernt hat und dabei regelmäßig im Wirtschafts– und Steuerstrafrecht unterwegs ist, kennt die örtlichen Verhältnisse gut und weiß, worauf es ankommt.

Rechtsanwalt van Eckert ist ausschließlich im Strafrecht und in Teilen im Steuerrecht tätig und verteidigt und vertritt Sie als kompetenter anwaltlicher Beistand und Kenner des Strafrechts sowie des Prozessrechts.

Klarer Fokus, sehr gute Rechtskenntnisse und Spezialisierung sowie Erfahrung und Verhandlungsgeschick sind für den Verteidiger im Strafverfahren die Grundvoraussetzungen. Nur so können einfache wie komplexe Verfahren erfolgreich zu Ende geführt werden.

Ob es um den Verdacht einer Straftat oder komplexe Fragen zu Wiederaufnahme, Vollstreckung und Bewährungswiderruf geht – für den spezialisierten Strafverteidiger ist dies die tägliche Praxis. Für den Bürger ist die Konfrontation mit der (Straf-)Justiz aber meist völlig neu und erfordert vom Anwalt Fingerspitzengefühl.

Die Erfahrung zeigt dabei, dass frühzeitiges anwaltliches Engagement (egal ob beratend oder verteidigend) sich lohnt, sofern der Anwalt sein Handwerk beherrscht.

Setzen Sie sich daher gern mit uns in Verbindung:

Tel.: 0351 – 309 345 70 Eilfälle/Signal: 0151 – 7011 5882 E-Mail: info@ve-strafrecht.de

Sollten Festnahmen, Beschlagnahmen oder Durchsuchungen stattgefunden haben oder unmittelbar bevorstehen, finden Sie im Download-Bereich aktuelle Checklisten und Vollmachten.

In jedem Fall gilt: Die Mühlen der Justiz mahlen langsam. Die Polizei entscheidet nicht über den Ausgang Ihres Verfahrens. Lassen Sie sich daher zu keinen Erklärungen hinreißen, auch nicht unter dem Vorwanddie Sache könne schnell geklärt und Ihr Handy in den nächsten Tagen wieder herausgegeben werden. Hierüber entscheidet die Staatsanwaltschaft (in der Regel frühestens nach einigen Wochen) und nicht die Polizei. Derartige Erklärungen können sogar zu einem Verwertungsverbot nach § 136a StPO führen.

Erster Rat im Strafverfahren:

Bei Vorladung und Anhörungsbogen (schriftliche Äußerung im Strafverfahren) gilt: Kontaktieren Sie einen Anwalt, vielmehr kontaktieren Sie einen spezialisierten Strafverteidiger in Dresden, der Ihre Fragen beantwortet und Ihnen die wesentlichen Leitplanken des Strafverfahrens verständlich erklärt. Unter Erstberatung finden Sie alles, was Sie für ein erstes Beratungsgespräch wissen müssen übersichtlich zusammengestellt.

Wichtig ist, dass Sie sich vorab auf keinen Fall zu Spontanäußerungen gegenüber Polizei, Zoll und Finanzamt oder gar Sachverständigen verleiten lassen. Diese treten an die Beschuldigten oft mit kurzen Nachfragen heran oder konfrontieren sie mit vermeintlichen Ermittlungserkenntnissen und vagen Andeutungen. Hier lohnt es sich, standhaft zu sein und die Ermittler oder Sachverständigen an den Verteidiger zu verweisen, ohne darüber hinaus irgendwelche Angaben zu machen. 

Anwalt Strafrecht, Verteidigung, Kosten:

Strafverteidigung kostet. Vom Honorar muss der Strafverteidiger leben und die Ausgaben der Kanzlei finanzieren können. Je nach Ausstattung und Betätigungsfeld der Kanzlei können Letztere dabei stark variieren. Für den Gesetzgeber ist Strafverteidigung noch immer lediglich Teilbereich der anwaltlichen Berufsausübung. Spezialisten sind quasi von der Gebührenordnung nicht vorgesehen. Eine Abrechnung nach variablen Stundensätzen ist daher die Regel. Stundensatz und Zeitaufwand können dabei meist bereits frühzeitig im Gespräch mit dem Auftraggeber, spätestens nach Akteneinsicht, in etwa beziffert werden. In einfach gelagerten Fällen, kommt auch eine Verteidigung auf Basis der gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes in Betracht.

In jedem Fall ist ein erstes Beratungsgespräch für Verbraucher gesetzlich auf maximal 190 EUR netto plus Umsatzsteuer begrenzt. Soll danach Akteneinsicht beantragt und das Verteidigungsmandat übernommen werden, wird dies in der Regel durch Eingang des vereinbarten Kostenvorschusses beim Anwalt bedingt. In Ausnahmefällen kann daneben, wenn die bei Mandatsantragung verfügbaren Mittel nicht ausreichen, auch eine Ratenzahlung vereinbart werden.

Einzelheiten zur Strafverteidigung, einschließlich der zu erwartenden Kosten und Nebenfolgen im Strafrecht finden Sie hier. Unverbindliche Anfragen können zudem jederzeit per Kontaktformular oder auch telefonisch/per E-Mail gestellt werden.

Formulare, Checklisten, Hinweise:

Die wichtigsten Formulare für die Mandatierung des Strafverteidigers sowie ein Merkblatt über die Rechte des Beschuldigten und eine aktuelle Checkliste für den Fall einer Durchsuchung finden Sie im Menüpunkt Wissen.

Ein weitestgehend sicherer und vertrauensvoller Umgang mit sämtlichen Unterlagen kann on- wie offline DSGVO-zertifiziert und Ende-zu-Ende-verschlüsselt (SignalTeamDrivegewährleistet werden. Die Unterlagen können Sie zudem auch gern einfach zum Termin mitbringen. 

Da auch Telefonate mit dem Strafverteidiger – zumindest faktisch – abgehört werden können, empfiehlt es sich, sensible Themen vor Ort zu besprechen. Durch die Nutzung verschlüsselter Kommunikationswege kann dieses Risiko zwar verringert, aber nicht ausgeschlossen werden.

Effektive Strafverteidigung:

Die Kanzlei verteidigt und vertritt bundesweit ausschließlich im Strafrecht und im Steuerrecht. Professionelle und unabhängige Vertretung Ihrer Interessen wurde dabei von Beginn an durch gezielte Fortbildung und kollegialen Austausch, insbesondere im Bereich der Schwerpunkte der Kanzlei, auch über Fachgrenzen hinweg sichergestellt. Was im Strafrecht insbesondere in Dresden und Sachsen, aber auch in anderen Bundesländern funktioniert, konnte dabei bereits frühzeitig von den „alten Hasen“ abgeschaut und – soweit übertragbar – in die eigene Herangehensweise bei der Verteidigung als Anwalt strafrechtlicher Mandate eingebaut werden.

Um für Sie von Anfang an als unabhängiger Strafverteidiger am Ball zu bleiben und dabei jede Verzettelung auszuschließen, beschränkt sich die Arbeit nach außen in der Regel auf die strafrechtliche Komponente. Ihre zivil- und steuerrechtlichen Belange sind dabei selbstverständlicher Bestandteil der Beratung und Verteidigung. In Einzelfällen können dabei auch steuerrechtliche Mandate übernommen betrieben werden. Sollte hier weitergehender Beratungsbedarf offenbar werden, kann an ebenfalls spezialisierte Adressen verwiesen und durch enge Abstimmung Zielkonflikten vorgebeugt werden.

Strafrecht in der täglichen Praxis muss immer auf aktuelle Gegebenheiten reagieren und die Verteidigungsstrategie entsprechend angepasst werden.

Von selbst verbietet sich in einem so dynamischen wie einschneidenden Rechtsgebiet jeder Rückgriff auf Routinen und altbewährte Verhaltens- und Vorgehensweisen. Fallbearbeitungs- und Recherchetools aktuellster Prägung komplettieren und vereinfachen dabei die tägliche Arbeit in der Kanzlei und bei Gericht. Hierdurch kann der Verteidiger auf jedes Manöver der Gegenseite sachgerecht reagieren und sich proaktiv aktuelle Entwicklungen zu Nutze machen, wenn dies dem Mandanten hilft. 

Die Stellung des Anwalts als Organ der Rechtspflege (§ 1 BRAO) verlangt von ihm, die verfassungsmäßigen Rechte seiner Mandantschaft zu verteidigen und nichts anderes. Eine Verteidigung der Rechtsordnung unter Missachtung der Beschuldigtenrechte auf effektive Verteidigung ist im Rechtsstaat undenkbar.

Wenn Sie daher einen verlässlichen Anwalt für Strafrecht in Dresden suchen, der Ihnen als 

  • kompetenter Partner sicher zur Seite steht,
  • Ihr Problem (diskret) löst,
  • juristisch überzeugt und für den
  • Recht haben und Recht bekommen zusammen gehören, wie Anwalt und Robe,

dann hinterlassen Sie gern im Kontaktformular Ihre Handynummer und Rückrufbitte oder Sie wenden sich klassisch per E-Mail oder telefonisch an das Sekretariat, um bei Bedarf noch am selben Tag einen Termin zur Beratung zu vereinbaren.

Rechtsanwalt Michael van Eckert betreut als spezialisierter Rechtsanwalt und Strafverteidiger Dresden, Sachsen sowie regelmäßig überregionale Mandate im gesamten Strafrecht. Ob Sie sich wegen in Anspruch genommener Corona-Hilfen, Insolvenzverschleppung oder gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung verteidigen spielt hier keine Rolle. Auch Kapitalstrafsachen gehören zum Spektrum der Kanzlei. Besonderer Schwerpunkt liegt jedoch von Anfang an auf der Tätigkeit im Wirtschafts– und Steuerstrafrecht.

Wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die Einleitung bekanntgegeben, befindet sich der (erstmals) Beschuldigte in der Regel in einem Informationsdefizit gegenüber Polizei, Gerichten und Staatsanwaltschaft. Um dem bestmöglich entgegenzuwirken, finden Sie auf den nachfolgenden Seiten die wichtigsten Antworten und Informationen für Sie zusammengestellt. Wurde bei Ihnen durchsucht oder haben Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl erhalten? Wurde ein Angehöriger von Ihnen verhaftet? Lassen Sie sich in jedem Fall von einem fachkundigen Rechtsanwalt beraten:

Eines noch: Erfolgreiche Strafverteidigung muss in den allermeisten Fällen weder Unsummen verschlingen, noch sich vermeintlicher Verfahrenstricks bedienen, die meist nur ahnungslose Mandanten beeindrucken, sondern vor allem eines sein: effektiv. Das erfordert engagierte und unabhängige, im Rahmen der Gesetze einzig ihren Auftraggeberinnen gegenüber loyale Strafverteidiger, aber auch einen respektvollen Umgang mit den übrigen Verfahrensbeteiligten auf Augenhöhe, vor allem aber die Bereitschaft, als Rechtsanwalt kompromisslos und über alle Stadien des Verfahrens hinweg für Ihre Rechte kompetent einzustehen.

Ob der Beschuldigte am Ende verurteilt oder freigesprochen wird oder ob es überhaupt bis zur Hauptverhandlung kommen muss, hängt in der Regel vom erfolgreichen, professionellen Zusammenspiel aller Beteiligten ab. Für den Anwalt verbietet sich hier jede Passivität von selbst.

Tel: +49 (0) 351 – 309 345 70
Fax: +49 (0) 351 – 309 345 71
E-Mail: info@ve-strafrecht.de
Signal: +49 (0) 151 70115882

Aktuelles zum Strafrecht:

Anwalt-Strafrecht-Dresden-News2-Strafverteidiger-Dresden.jpg
  • Kein unrichtiges Gesundheitszeugnis – Mit Beschluss vom 08.09.2022 (22 Qs 55/22) hat das Landgericht Lüneburg bestätigt, dass der von der Staatsanwaltschaft beantragte Strafbefehl vom Amtsgericht zu recht abgelehnt wurde. Das Unterlassen einer Untersuchung, die eine zusätzliche Beurteilungsgrundlage ergeben hätte, mache ein Zeugnis noch nicht unrichtig im Sinne von § 278 StGB; es komme vielmehr darauf an, welches Maß an Genauigkeit im Einzelfall erforderlich gewesen wäre (vgl. Burhoff Online vom 07.11.2022).
  • Steuerrecht – Nicht alles darf die Steuerfahndung. Erst recht nicht ohne Weiteres und unangekündigt zur Wohnungsbesichtigung erscheinen, um die Angaben einer steuerpflichtigen Person zu einem häuslichen Arbeitszimmer zu überprüfen (Urteil des Bundesfinanzhofs vom 12.07.2022 – VIII R 8/19). Wenn die Person bei der Aufklärung des Sachverhalts mitwirkt und die Unklarheiten durch andere Beweismittel sachgerecht aufgeklärt werden können, ist die Maßnahme rechtswidrig (hier gehts zur Pressemeldung vom 29.09.2022).
  • Untreue – Auch der Vorstand einer Sparkasse leitet ein selbstständiges Wirtschaftsunternehmen (BGH, Beschl. v. 18.05.2021 – 1 StR 144/20). Gleich einem Geschäftsführer oder Vorstand in der Privatwirtschaft kommt diesem etwa bei Spenden, Werbeausgaben und anderen Zuwendungen ein weiter Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu. Ein strafrechtlich relevanter Pflichtenverstoß sei, so der BGH, erst dann anzunehmen, wenn die Entscheidung nicht mehr am Unternehmenswohl und am haushaltsrechtlichen Gebot der Sparsamkeit ausgerichtet ist
  • Nebenfolgen – in einem begrüßenswerten Beschluss hat der auch für Sachsen zuständige 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (5 StR 497/21) bestätigt, dass bei einer Verurteilung im Rahmen der Strafzumessung auch die dem Angeklagten drohenden berufsrechtlichen Konsequenzen zu berücksichtigen sind.
  • Steuerrecht – Strafverteidigungskosten können als Werbungskosten von der Steuer abgezogen werden, wenn der strafrechtliche Vorwurf aus beruflichem Verhalten veranlasst ist (BFH, Beschluss vom 31.03.2022, VI B 88/21). Dies umfasst, so der Bundesfinanzhof, über den Wortlaut des § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG hinaus, sämtliche Aufwendungen, die durch die Erzielung von steuerpflichtigen Einnahmen veranlasst sind, also auch die Kosten der Strafverteidigung, welche durch die berufsgegenständliche Tat verursacht worden sind.
  • Geldwäsche – Strafverteidigerprivileg auch für den Zivilanwalt? In einer bislang kaum beachteten, aber für den Strafverteidiger nicht zu unterschätzenden Entscheidung vom 13.02.2021 hat das Amtsgericht Charlottenburg (3 Cs 132/20) entschieden, dass die vom Bundesverfassungsgericht entwickelten Grundsätze (sichere Kenntnis um die kriminelle Herkunft der Mittel) auch auf den zivilrechtlich tätigen Rechtsanwalt Anwendung finden sollen.
  • Corona-Soforthilfen – Der BGH hat die Verurteilung wegen siebenfachen Subventionsbetruges, davon in drei Fällen in Tateinheit mit Fälschung beweiserheblicher Daten, zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren und zehn Monaten bestätigt (BGH, Beschl. v. 04.05.2021 – 6 StR 137/21).
  • EncroChat IV – Kein „Befugnis-Shopping„, meint das OLG Schleswig (Beschl. v. 29.04.2021 – 2 Ws 47/21), da sich die Ermittlungen zunächst gegen die mutmaßlich nicht in Deutschland ansässigen Beschuldigten gerichtet haben und damit aus tatsächlichen, nicht nur aus taktischen Gründen erfolgt seien und ein kollusives Zusammenwirken der Verfolgungsbehörden somit nicht zu erkennen sei.
  • EncroChat III – Auch das OLG Rostock (Beschl. v. 23.03.2021 – 20 Ws 70/21) hält die von ausländischen Ermittlungsbehörden gewonnenen Erkenntnisse und die darauf aufbauenden Beweisergebnisse in deutschen Strafverfahren für verwertbar. Die Nutzung sog. „Krypto-Handys“ deute auf ein konspiratives Verhalten zur Begehung und Verdeckung von Straftaten hin. Anders als die Entscheidung im ersten Leitsatz verlautbaren lässt, begründet dies jedoch offenbar nach Auffassung des Gerichts – soweit der Strafverteidiger die Entscheidungsgründe bei der Auslegung heranzieht – lediglich einen (qualifizierten) Anfangsverdacht. Der dringende Tatverdacht scheint dagegen erst aus den hierauf eingeleiteten strafprozessualen Maßnahmen der deutschen Behörden hergeleitet.
  • Geldwäsche – Einer Verfolgung wegen leichtfertiger Begehung steht der Strafklageverbrauch entgegen, wenn eine teils im Ausland, teils in Deutschland begangene Tat von der ausländischen Staatsanwaltschaft eingestellt wurde, nachdem im ausländischen Staat nur die vorsätzliche Begehungsweise strafbewehrt ist und ein Vorsatz nicht nachgewiesen werden konnte (LG Frankfurt a. M., Beschl. v. 06.11.2020 – 5/28 Qs 8/20).
  • Nebenfolgen – Die Verurteilung einer Beamtin der Staatsanwaltschaft durch das Landgericht Leipzig wegen uneidlicher Falschaussage zu einer Geldstrafe vom 19.11.2019 (6 KLs 500 Js 4259/16) ist rechtskräftig (Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 46/2021 v. 01.03.2021).
    Heikel: Vielfach wird zwar § 24 BeamtStG gesehen, nicht aber die weit niederschwelligeren Regelungen der Disziplinargesetze nebst den dazugehörigen Judikaten (vgl. §§ 14 Abs. 1, 23 Abs. 1 SächsDG). Effektive Strafverteidigung muss stets beides im Blick haben.
  • EncroChat II – Eine wohl am Ergebnis orientierte und nur bedingt überzeugende Entscheidung des OLG Hamburg (Beschl. v. 29.01.2021 – 1 Ws 2/217 OBL 3/21), da insbesondere der Vergleich mit sog. „Zufallsfunden“ nach § 108 StPO aus mehreren Gesichtspunkten heraus nicht durchdringt. Gleichwohl eine lesenswerte Darstellung der Reichweite und Grenzen der Verwertbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse – jedenfalls nach Ansicht des Gerichts.
  • EncroChat I – Eine recht abenteuerliche Begründung hat noch im alten Jahr das Oberlandesgericht Bremen (Beschl. v. 18.12.2020 – 1 Ws 166/20) in einer Haftsache zur Problematik der Verwertbarkeit von Erkenntnissen bei grenzüberschreitender Überwachung und Auswertung von Telekommunikationsvorgängen mit Hilfe sog. „Krypto-Handys“ des Anbieters EncroChat geliefert. Insbesondere die nach deutschem Recht einzuhaltenden Anforderungen der §§ 100a ff. StPO würden durch einen zulässigen „spontanen Austausch“ zwischen inländischen und ausländischen Behörden in derartigen Verfahren – jedenfalls bei grenzüberschreitenden Sachverhalten – einem weitläufigen „Forum-Shopping“ Tür und Tor geöffnet. Gleichwohl müssen die jüngeren Tendenzen der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung in die Verteidigungserwägungen frühzeitig einbezogen werden um eine effektive Verteidigung im jeweiligen Einzelfall zu gewährleisten.
  • Keine Durchsuchung zur Ausforschung der wirtschaftlichen Verhältnisse – Die Durchsuchung einer Wohnung zur Aufklärung der persönlichen Verhältnisse für die Festsetzung der Höhe der Tagessätze ist im Hinblick auf § 40 Abs. 3 StGB und Art. 13 GG nur ausnahmsweise und nach Ausschöpfung anderer Erkenntnismöglichkeiten verhältnismäßig (LG Bonn, Beschl. v. 28.10.2020 – 50 Qs-857 Js 721/20-36/20).
  • Tatprovokation – Mit Urteil vom 15.10.2020 (Application no. 40495/15) hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Bundesrepublik Deutschland wegen Verstoßes gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens aus Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK zum Schadensersatz verurteilt. Dem vorangegangen war eine Verurteilung der seinerzeit Angeklagten wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz infolge rechtstaatswidriger Tatprovokation durch eine Vertrauensperson der Ermittlungsbehörden
    (Alle redaktionellen Beiträge: Rechtsanwalt Michael van Eckert – Strafrecht Dresden und bundesweit)
Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden